Stadtführer Wien: Architektur-Einflüsse in Wien

Die österreichische Hauptstadt stand schon immer im Spannungsfeld zwischen West- und Osteuropa und damit auch zwischen verschiedenen Kulturen, die sich unter anderem in der Architektur ausdrücken. Wien selbst zeigt dies auf vielfältige Art und Weise, unter anderem auf http://designpfad.at.

Den größten Einfluss dürfte hier der Jugendstil gehabt haben, der in Wien mehr oder weniger erfunden wurde. Die Seccession ist eines der bedeutendsten Gebäude aus dieser Epoche, aber auch die U-Bahnstationen Roßauer Lände und Friedensbrücke, die vom bekannten Jugendstilstadtplaner Otto Wagner gebaut wurden.

Viel älter ist der Stephansdom, Zeugnisst-stephens-cathedral der gotischen Phase in der Architektur und auch heute noch Wahrzeichen der Stadt. Er ist auch Beispiel für die lange Geschichte der Architektur in Wien. Zu den ältesten Gebäudeanlagen zählt natürlich die Hofburg, die über 600 Jahre lang Sitz der Landesfürsten war und erst 1918 ihre Funktion verlor. Seit dem 13. Jahrhundert regierten hier die Habsburger, und jeder Kaiser nahm sich das Recht, an der Hofburg Veränderungen vorzunehmen und Flügel anzubauen aber auch Teile abzureißen. 18 Trakte und 19 Höfe zeugen noch heute von der Vielfalt der Veränderungen, aber auch wie sich Architektur im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Die Burgkapelle ist heute noch Auftrittsort der Wiener Sängerknaben und die Nationalbibliothek beherbergt viele literarische Schätze. Schloss Belvedere ist vor allem ein Vertreter der Prunkarchitektur des österreichischen Adels und Beispiel imperialer Bauweise mit großen weitläufigen Parks.

Aber auch die Moderne hat ihren Platz in der Architektur des Landeshauptstadt. Das wahrscheinlich außergewöhnlichste Gebäude ist das Hundertwasserhaus, gebaut von dem bekannten Maler Friedensreich Hunderwasser. Er hat seinen sehr eigenen Stil, der unter anderem gerade Linien verbietet. Das Museum moderne Kunst ist ein Gegensatz zum farbenfrohen Hundertwassergebäude: Es ist ein dunkelgrauer Basaltquader, der wegen seines Minimalismus auch ein markantes Gebäude im Museumsviertel darstellt.

Das moderne Zentrum ist heute in der DonauCity zu finden, wo gläserne Wolkenkratzer das Bild bestimmen und vor allem Büropaläste gebaut wurden.